Lenkervorbau: Kauftipps, Test & Vergleich 2021

Wie wählt man den richtigen Lenkervorbau fürs eigene Rad? Hier beschreiben wir die wichtigsten Vorbau-Arten, sowie deren Unterschiede in Bezug auf Größe, Material und Konstruktion.

Die besten Vorbauten im Vergleich

Fahrrad-Vorbauten

Fahrrad-Vorbauten

Der Lenkervorbau hat wesentlichen Einfluss auf die Fahrposition, den Fahrkomfort und die Fahrstabilität des Radlers. Diese Faktoren werden durch die Länge des Vorbaus und durch seinen Neigungswinkel bestimmt.

Bei der Vielzahl an den im Handel angebotenen Vorbau-Modellen kann die Auswahl zunächst schwerfallen. Weiter unten auf dieser Seite erfahren Sie, welchen Vorbau Sie für Ihren Zweck benötigen. Folgend finden Sie einen Vergleich von sechs Vorbauten mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Abbildung*Besnin VorbauRelangce VorbautXLC VorbauLerway VorbauSuncentech VorbauCarbon Vorbau
ArtikelBesnin VorbauRelangce VorbautXLC VorbauLerway VorbauSuncentech VorbauCarbon Vorbau
aus Aluminiumaus Aluminiumaus Aluminiumaus Aluminiumaus Aluminiumaus Carbon
Eigenschaften/ Ausstattung
  • Durchmesser: 31,8 mm (1,25")
  • Gewicht: 150 g
  • Länge: 110 mm
  • Winkel: 35 °
  • universell einsetzbar
  • Durchmesser: 31,8 mm (1,25")
  • Gewicht: 282 g
  • Länge: 110 mm
  • Winkel: einstellbar
  • universell einsetzbar
  • Durchmesser: 25, 4 mm
  • Gewicht: 320 g
  • Schaftlänge: 180 mm
  • Winkel: 0° - 60°
  • für 11/8" Gabel
  • Durchmesser: 31,8 mm (1,25")
  • Gewicht: 160 g
  • Länge: 45 mm
  • Winkel: kein
  • universell einsetzbar
  • Durchmesser: 31,8mm (1-1/4")
  • Gewicht: ca. 190 g
  • Länge: 45 mm
  • Winkel: 17°
  • für MTB und Rennrad
  • Durchmesser: 31,8 mm (1,25")
  • Gewicht: ca. 120 g
  • Länge: 80 mm
  • Winkel: 9 °
  • für Rennrad
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Unsere Produktempfehlungen basieren auf systematischen Auswertungen von Erfahrungsberichten und Testergebnissen aus verschiedenen Online-Quellen und Fachmagazinen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Verschiedene Längen bei Vorbauten

Vorbau 110 mm

Vorbau 110 mm

Die wesentlichen Parameter eines Vorbaus sind die Länge, der Neigungswinkel und der Durchmesser für die Aufnahme von Gabelschaft und Lenker. Übliche Längen liegen zwischen 80 und 120 Millimetern. Für besondere Anforderungen finden Sie aber auch Vorbauten, die bis zu 30 Millimeter kurz oder auch bis zu 180 Millimeter lang sind.

Neigungswinkel, Durchmesser und Gewicht

Der Neigungswinkel beträgt bei den meisten Vorbauten 6 bis 8 Grad. Je höher ein Vorbau ist, desto höher liegt der Lenker. Die Standarddurchmesser für die Aufnahmen für Gabel und Lenker liegen bei 28,6 und 31,8 Millimetern. Auch das Gewicht spielt für viele Radler eine Rolle. Dieses liegt für einen nicht verstellbaren Aluminium-Vorbau in mittlerer Länge meist zwischen 100 und 150 Gramm.

Wann empfiehlt sich ein kurzer Vorbau?

Kurzer Vorbau

Kurzer Vorbau

Bei Fahrrädern gibt es seit einigen Jahren einen Trend zu kürzeren Vorbauten. Die kurze Bauform sorgt für eine aufrechte und komfortable Sitzposition. Daher ist sie eine gute Wahl, wenn Sie ein City- oder Trekkingrad fahren und Wert auf Komfort legen.

Auch Mountainbikes haben meist einen kurzen Vorbau, da er schnell auf die Lenkbewegungen des Fahrers reagiert. Diesen Vorteil spielen die Modelle vor allem in Kombination mit einem breiten Lenker und bei Abwärtsfahrten aus. Fahren Sie das Rad hingegen auch häufig auf ebenen Strecken, empfiehlt sich eher ein Vorbau mittlerer Länge. Dieser bietet meist ein gutes Verhältnis aus Beweglichkeit und Stabilität.

Wann macht ein längerer Vorbau Sinn?

Ein langer Vorbau streckt den Körper des Fahrers und sorgt so für eine sportliche Fahrweise. Um den Lenker zu erreichen, muss sich der Fahrer also weit nach vorn beugen. Gleichzeitig reagiert ein langer Vorbau weniger direkt auf Lenkbewegungen und bringt mehr Druck auf das Vorderrad. Das sorgt für eine höhere Stabilität.

Längere Vorbauten empfehlen sich vor allem dann, wenn Sie beim Fahren eine hohe Laufruhe benötigen und kaum schnelle Lenkbewegungen machen. Typischerweise kommen lange Vorbauten daher in Rennrädern zum Einsatz. Haben Sie lange Arme und weist ihr Rad ein kurzes Oberrohr auf, kann ein längerer Vorbau ebenfalls nützlich sein.

Welche Vorteile hat ein verstellbarer Vorbau?

Verstellbarer Vorbau

Verstellbarer Vorbau

Neben Vorbauten mit fester Bauform gibt es auch verstellbare Varianten, bei denen sich der Neigungswinkel flexibel anpassen lässt. In der Regel ist dazu kein Werkzeug notwendig. Verstellbare Vorbauten* sind ideal, wenn Ihr Fahrrad von mehreren Personen genutzt wird. Sie kommen oft in City- und Trekkingrädern zum Einsatz, die sich so schnell an verschiedene Fahrer anpassen.

Auch wenn Sie selbst verschiedene Fahrpositionen nutzen möchten – mal sportlich, mal komfortabel – profitieren Sie von einem verstellbaren Vorbau. Durch das zusätzliche Gelenk verlieren die verstellbaren Modelle gegenüber der festen Variante allerdings etwas an Stabilität. Daher sollten sie nicht unter starken Belastungen oder im Gelände eingesetzt werden.

Aus welchen Materialien bestehen Vorbauten?

Moderne Vorbauten bestehen meist aus Aluminium, manchmal auch aus Carbon. Ein Aluminium-Vorbau ist deutlich preiswerter und außerdem bei der Montage weniger empfindlich. Carbon-Vorbauten überzeugen vor allem mit ihrem geringen Gewicht, ihrer hohen Steifigkeit und mit einer attraktiven Optik. Allerdings lassen sich bei Carbon Defekte äußerlich oft kaum erkennen. Ein unbemerkter Riss kann so zum Verletzungsrisiko werden.

Bei Aluminiumteilen zeigen Dellen und Schrammen schnell, wenn ein Austausch erforderlich ist. Daher empfiehlt sich bei stark beanspruchten Mountainbikes eher ein Vorbau aus Aluminium. Bei Rennrädern, die einem geringeren Sturzrisiko ausgesetzt sind, spielt ein Carbon-Vorbau seine Vorteile eher aus.





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